Frühlingserwachen mit allen Sinnen!

Ein bewusster Frühlingsspaziergang zum Loslassen

Oder: kleiner Yoga Urlaub für zu Hause

Wenn der Winter uns aus seiner kalten Umarmung entlässt, sehnen wir uns nach Wärme, Sonne und Natur. Jetzt ist die perfekte Zeit, rauszugehen und mit allen Sinnen den Frühling willkommen zu heißen! Nimm dir ein paar Stunden Zeit. Am besten ganz allein. Gehe hinaus in den Wald oder die Wiesen, um diesen alljährlichen Aufbruch in ein neues Jahr voller Leben und frischer Energie zu begrüßen. Verwöhne dich selbst mit einer bewussten Auszeit alleine inmitten der frühlingshaft erwachenden Natur, lasse los und genieße es – wie einen kleinen Yoga Urlaub für zwischendurch!

Bewusstes Spüren und Loslassen in der Natur

Nach der langen, kalten Jahreszeit strecken nun die Pflanzen, die die Erholungspause genutzt haben, um viel Kraft zu sammeln, ihre Triebe aus der Erde, Knospen sprengen mit unaufhaltsamer Kraft die dunkle Borke und der Wald erstrahlt in einem fast blendenden Hellgrün. Lass dich ein auf das Farbenspiel und all die neu entstehenden Formen – lasse deine Augen ganz bewusst wandern und nimm das Wunder wahr, wo du es entdecken kannst. Es steckt in der Art, wie die Knospe ihre Blätter entfaltet, die sich, noch ganz verknittert, mit Lebenssaft füllen und strecken, um die Sonnenstrahlen zu fangen. Welche kleinen Blüten wachsen jetzt schon am Wegesrand und zaubern Farbtupfer auf braune Flächen? Weit entfernt von Smartphone und schnellen Reizen können sich unsere Augen erholen, denn dies ist ihr natürliches Umfeld, sie nehmen das wahr, wofür sie einst geschaffen wurden. Entspanne beim Schauen deine Stirn, und lass all die kleinen Dinge zu dir kommen, ohne sie zu suchen. Einfach Loslassen.

Wahrnehmung erweitern und Loslassen

Dann erweitere deine Wahrnehmung: nimm nun auch die Gerüche wahr, die dich umgeben. Da der Mensch seinen Geruchsinn weitgehend vernachlässigt, haben wir bereits einen Teil dieses Sinnes verloren, der unsere Vorfahren etwa vor Giftpflanzen bewahrte und so wichtig für unsere Fähigkeit des Schmeckens ist.
Bleibe immer wieder stehen, an den unterschiedlichsten Orten, wie etwa am Bach, im Tannenwald oder auf einer Blumenwiese. Schließe deine Augen und lass deinen Atem ruhig fließen. Welche Aromen kannst du wahrnehmen, wenn du alle anderen Sinne ausschaltest, dich ganz und gar auf die Luft einlässt, die dich umströmt? Sie trägt so viele Informationen, ruft Gefühle in uns wach, weckt Erinnerungen. Was auch immer nun zu dir kommt, lass es kommen und gehen, so wie die Luft, die du atmest.

 

Laufe barfuß

Wenn du dann deinen Spaziergang fortsetzt, spüre beim Laufen in die Sohlen deiner Füße hinein. Vielleicht traust du dich ja auch, deine Schuhe auszuziehen, um die Füße die Weichheit des Waldbodens, die Unebenheiten der Steine, die feuchten Moospolster selbst erforschen zu lassen. Spüre hin, ohne zu bewerten – dies ist die Erde, in die wir unsere Wurzeln strecken dürfen, die uns ernährt und Halt gibt. Neben einem großen Baum oder an einem anderen schönen Ort kannst du die Augen schließen und dir vorstellen, wie feine Wurzeln aus deinen Füßen in den Boden wachsen, sich an Steinen vorbeischieben, immer dicker werden und dir Stabilität geben.

Tauche ein in deinen Atem

An einem besonders schönen Platz möchtest du vielleicht eine kleine Pause einlegen. Mach es dir bequem, und sieh dich um. Dann schließe deine Augen und lass deinen Atem so kommen und gehen, wie er jetzt fließt. Er ist das größte Geschenk, das uns die Natur macht, denn er ist unser Lebenselixier. Lass alle Anspannung mit dem Ausatmen gehen, spüre nacheinander von den Füßen bis zum Kopf in jeden Teil deines Körpers hinein und lasse alle Muskeln los. Nun wende deine Wahrnehmung wieder dem Außen zu. Welche Geräusche kannst du hören? Da gibt es menschengemachte Geräusche und natürliche, und besonders am Morgen oder am Abend genießt du das Konzert der Vögel. Die Vielfalt ihrer Stimmen, von heiserem Krächzen bis zum jubilierenden Trällern, ist das Konzert, das uns schon immer begleitet. Lass dich ganz bewusst von ihren Stimmen tragen, ohne an einem einzelnen Geräusch hängen zu bleiben – sie fließen durch dich hindurch, sind nicht Teil von dir, sie kommen und gehen wie der Atem.

Bei dir selbst ankommen und Loslassen

Sollte ein Geräusch dabei sein, das deinen Geist beunruhigt, ihn mit Sorge füllt: lächle, und mache dir klar, dass nicht das Geräusch die Ursache deines Unbehagens ist, sondern deine Einstellung dazu. Lass es einfach sein, wie es ist, und lass mögliche negativen Gefühle mit deinem Ausatmen gehen, genauso wie du deine Atemluft gehen lässt. Genieße das Konzert der Vögel und der Bienen, das Rauschen des Windes und Rascheln der Blätter – hier kannst du still werden und ganz bei dir selbst ankommen und völlig loslassen.

Im Gleichklang mit allem

Auf dem Weg zurück nach Hause nimmst du nun deine Umgebung wieder mit allen Sinnen wahr, die du auf deinem Spaziergang geschärft hast. Dies ist deine wirkliche natürliche Umgebung, das, wofür dein Körper mit seinen Sinnen, dein wacher Geist geschaffen sind – hier ist deine Seele im Gleichklang mit ihrem Ursprung. Gehe im Takt des Atems, lass deine Schultern sinken und die Spannung aus Rücken und Bauch los, werde ganz weich. Und vielleicht beginnst du wie von selbst zu Lächeln…

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